Campus-KJH

Schulung & Erarbeitung von Schutzkonzepten gegen (sexualisierte) Gewalt in Einrichtung, Kitas und Schulen

Schutzkonzepte sind nach §45 Abs. 2 Satz 2 Nr. 4 SGB VIII für Kitas eine Pflicht.

Auch für andere Angebote der Kinder- und Jugendhilfe sowie für Schulen besteht eine teilweise Verpflichtung zur Vorhaltung eines Schutzkonzeptes. Durch die Auseinandersetzung mit den Themen Macht, Machtmissbrauch und Gewalt in der eigenen Einrichtung sollen Maßnahmen entwickelt werden, um das Risiko, dass Kinder innerhalb der Institution (sexualisierte) Gewalt erleben, zu minimieren.  

Ein Schutzkonzept kann als ein Bündeln von Maßnahmen verstanden werden, in dem konkret aufgezeigt wird, wie eine Einrichtung Kinder vor Gewalt schützt. Ebenso gibt das Schutzkonzept Richtlinien vor, welche Verfahrensschritte angezeigt sind, wenn es zu Grenzverletzungen, Übergriffen oder Missbrauch kommt und wie eine Aufarbeitung stattfinden kann. 

Ziel dieser Schulung ist es, die Bausteine eines Schutzkonzeptes kennenzulernen und ein einrichtungsbezogenes, passgenaues Schutzkonzept zur Prävention vor (sexualisierter) Gewalt zu entwickeln. Die Fortbildung soll Sie unterstützen sich mit den Grundsätzen, Haltungen und Leitbildern in Ihren Einrichtungen zum Thema Schutz, Macht und Machtmissbrauch sowie Prävention auseinanderzusetzen.

In dieser Fortbildung bekommen Sie einen Gesamtüberblick zum Thema Schutzkonzepte, erarbeiten erste Schritte und haben einen für Sie individuellen Fahrplan für die weiteren Schritte erstellt. 

Inhalte:

  • Kinderrechte
  • Gewalt und Machtmissbrauch durch pädagogische Fachkräfte in Einrichtungen
  • Grundlagen sexualisierte Gewalt und Täterstrategien
  • Bedeutung des Schutzkonzept und seine Bestandteile 
  • Einführung Risiko- und Potentialanalyse als Start in den Prozess
  • Ideen für das weitere Vorgehen und konkrete erste Schritte in der Praxis
 
Zielgruppe: 
 
Kita-Leitungen, Kita-Teams, pädagogische Fachkräfte, Lehrer*innen

Ihr Nutzen: 

  • Wissen über die verschiedenen  Formen von Machtmissbrauch und Gewaltausübung in der Kita und anderen Institutionen,
  • Sensibilisieren der Wahrnehmung,
  • Wissen über rechtliche Bezüge und theoretische Grundlagen zur Erstellung eines Schutzkonzeptes,
  • Wissen über Bausteine zur Erstellung eines trägerspezifischen Schutzkonzeptes,
  • Erste Schritte für die praktische Umsetzung.

 

Methoden:

Theoretischer Input durch Vortrag, praktische Einzel-und Gruppenarbeit, Austausch im Plenum

Referentin:

Dorothee Stoll, Kindheits- und Sozialwissenschaftlerin (M.A.), insofern erfahrene Fachkraft nach §8a SGB VIII, systemische Beraterin, Traumapädagogin